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News

PensionskassenvorbezugWer Wohneigentum kaufen will, muss in der Regel mindestens 20 Prozent des Kaupreises aus eigenen Mitteln berappen. Seit 2012 gilt: Die Hälfte dieser notwendigen eigenen Mittel müssen vom künftigen Eigentümer oder der künftigen Eigentümerin mittels privater Ersparnisse eingebracht werden. Nur die andere Hälfte darf aus der Pensionskasse entnommen werden. Der Nationalrat hat am 15. März 2022 eine Motion gutgeheissen, welche verlangte, dass der geforderte Mindestbetrag an Eigenmitteln für den Wohneigentumserwerb wieder vollumfänglich mit Geldern aus der Pensionskasse gedeckt werden kann. Am 13. Juni 2022 hat der Ständerat diesen Vorschlag versenkt. Somit bleiben beim Wohneigentumskauf hinsichtlich der Pensionskasse die alten Regeln weiterbestehen. Lesen Sie, wie diese Regeln lauten.

Lohnbuch-Schweiz-2022Das aktualisierte und vollständig überarbeitete Lohnbuch Schweiz 2022 bietet auf mehr als 700 Seiten einen umfassenden Überblick über die in der Schweiz gültigen Branchenlöhne, Berufslöhne und Mindestlöhne. Alles ist übersichtlich nach Wirtschafts- und Berufszweigen gegliedert. Die rund 9’400 Lohnangaben stammen aus Gesamtarbeitsverträgen sowie aus Empfehlungen und Statistiken der schweizerischen Berufs- und Arbeitgeberverbände. Das erlaubt, für die Gesundheitsbranche die derzeitigen Löhne von der Medizinische Praxisassistentin MPA bis zum Chefarzt und dem Spitaldirektor herauszulesen. Wir zeigen auf, wie hoch die gängigen, zumeist dreizehnmal pro Jahr bezahlten Monatslöhne in der Gesundheitsbranche sind.

KrankenscheschichteFeststellung aufgrund verschiedener Anfragen: Spezialisierte Cloudcomputing-Dienstleister ermöglichen es heute, eine Arztpraxis vollständig digitalisiert zu führen und die Patientendaten vollkommen gesetzeskonform von überallher abzurufen und zu bearbeiten. Und für die vom Gesetz verlangte 20-jährige Aufbewahrung der Krankengeschichten nach der letzten Behandlung gibt es namentlich die in Zusammenarbeit mit FMH Services betriebene KG-archivsuisse. Lesen Sie Einzelheiten dazu.

Arzt-gestresstLange Arbeitszeiten, hohe Verantwortung, Leistungsdruck, wenig Freizeit für Ausgleich und eine schlechte Work-Life-Balance. Dies sind nur einige der Herausforderungen, denen sich Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz täglich stellen. Das kann eine schlechte Gesundheit der Ärzteschaft zur Folge haben. Weil die Schweiz im Dienste der Patientinnen und Patienten aber auf gesunde Ärztinnen und Ärzte angewiesen ist, hat eine Arbeitsgruppe mit Vertretungen verschiedener medizinischer Fachverbände, der FMH und dem Schweizerischen Institut für Weiter- und Fortbildung SIWF die «Charta Ärztegesundheit» erarbeitet. Lesen Sie deren Inhalt und wo man diese Charta unterzeichnen kann.

Hypothek«Die Nationalbank strafft die Geldpolitik und erhöht Leitzins und den Zins auf Sichtguthaben bei der Nationalbank um einen halben Prozentpunkt von minus 0,75 Prozent auf minus 0,25 Prozent, um dem gestiegenen Inflationsdruck entgegenzuwirken», heisst es in der Medienmitteilung der Nationalbank vom 16. Juni 2022. Die gestiegene Inflation und deren Bekämpfung durch die Nationalbank lassen die Hypothekarzinsen in die Höhe schnellen. Ein Beispiel: Vom 21. März 2022 bis zum 21. Juni 2022, in nur drei Monaten mithin, ist der Referenzzinssatz für zehnjährige Festhypotheken von 1,71 Prozent um 1,23 Prozent auf 2,94 Prozent in die Höhe geschnellt. Auf eine Hypothek von 750’000 Franken hochgerechnet sind das jährlich 9’225 Franken mehr an Zinsen. Fragt sich: Sind die Hypothekenzinssteigerungen vorübergehend oder die neue Normalität?

CyberattackeCyberbedrohungen sind heute auch in Arztpraxen ein ernstzunehmendes Thema. Dies umso mehr, als die in einer Arztpraxis betriebenen Informationssysteme vernetzt sind und die Daten mit anderen Einrichtungen im Gesundheitswesen ausgetauscht oder sogar vollständig in der Cloud durch externe Anbieter betrieben werden. Damit Arztpraxen künftig stets rechtzeitig über die aktuellen Cyberbedrohungen informiert sind, lanciert die FMH den «Newsletter Cybersicherheit». Lesen Sie, wo man sich für diesen kostenlosen Newsletter anmelden kann und weshalb man trotz aller Vorsichtsmassnahmen eine für medizinische Einrichtungen massgeschneiderte Cyberversicherung abschliessen sollte.

PensionierungAnfrage von Dr. med. U. S. in B.: «Ich erreiche bald das ordentliche Pensionsalter von 65 Jahren und will dann beruflich viel kürzertreten. Jetzt mache ich mir Gedanken, wie ich meine finanzielle Zukunft gestalten will. Bei meiner Pensionskasse kann ich gemäss dem Reglement die Rente, das volle Kapital oder einen Mix aus Rente und Kapital beziehen. Was sind die Vorteile und die Nachteile dieser Bezugsarten?»

Arzt-mit-HandicapAnfrage von Dr. med. B. G. in Z.: «Nach einem Unfall habe ich einen Invaliditätsgrad von 70 Prozent. Entsprechend habe ich eine volle IV-Rente von der Invalidenversicherung und der Pensionskasse. Jetzt habe ich eine verlockende Offerte für eine Teilzeitbeschäftigung, die ich aus meiner Sicht trotz meines Invaliditätsgrades gut zu bewältigen vermag. Wie muss ich vorgehen und was hätte ein wiedererlangtes Lohneinkommen für Auswirkungen auf die IV-Renten?» Lesen Sie dazu die Antworten auf unsere Fragen an das Bundesamt für Sozialversicherung.

elektronisches-PatientendossierFür eine erfolgreiche Einführung und Verbreitung des Elektronischen Patientendossiers fehlt es derzeit an einer klaren Aufgaben- und Kompetenzaufteilung sowie namentlich an einer nachhaltigen Finanzierung. Dies hat der Bundesrat bereits in einem Bericht im August 2021 festgehalten. Gleichzeitig hat er damals das Eidgenössische Departement des Innern beauftragt, das «Bundesgesetz über das Elektronische Patientendossier EPDG» einer grundlegenden Prüfung zu unterziehen. Basierend auf den Ergebnissen der Prüfung hat der Bundesrat an der Sitzung vom 27. April 2022 entschieden, eine umfassende Revision des «Bundesgesetzes über das Elektronische Patientendossier EPDG» anzustossen. Für diese Revision hat die Regierung konkrete Eckpunkte über die künftige Rolle und Ausgestaltung des Elektronische Patientendossiers festgelegt. Lesen Sie, um was es geht.

ScheidungDas Zürcher Obergericht verdonnert einen gutsituierten Mann in einem Scheidungsurteil, seiner Ex-Frau jeden Monat mehr als 10'000 Franken Unterhalt plus 4'800 Franken an Wohnkosten plus 350 Franken für die Hausratversicherung zu bezahlen. Und das für die nächsten sechs Jahre, bis die gemeinsame Tochter die Schuloberstufe abgeschlossen hat. Das Obergerichtsurteil soll sicherstellen, dass die Ex-Frau trotz Scheidung und ohne zu arbeiten ihren gehobenen Lebensstandard auch nach der Ehe beibehalten kann. Das Bundesgericht heisst die Beschwerde des Mannes gegen die hohe Unterhaltszahlung teilweise gut: Es weist das Obergericht an, den Unterhalt auf die vorehelichen finanziellen Verhältnisse der Ehefrau auszurichten, damit nur der «Heiratsschaden» der Frau ersetzt wird. Der Ex-Frau wird es damit bundesgerichtlich verwehrt, ohne eigene Arbeit den in der Ehe erreichten gehobenen Lebensstandard weiterzuführen.

GesundheitskostenDie Gesundheitsausgaben sind 2020 um ein Prozent auf 83,3 Milliarden Franken gewachsen. Das liegt unter der durchschnittlichen Wachstumsrate der letzten fünf Jahre von 2,3 Prozent. Das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandprodukt BIP stieg 2020 im Vergleich zu 2019 von 11,3 auf 11,8 Prozent. Bemerkenswert: Die Kosten für Arztpraxen und ambulante Zentren sind im Covidjahr 2020 um 845 Millionen Franken oder 6,6 Prozent gefallen. Die Spitäler dagegen zählen zu den grössten Kostentreibern. Das sind einige Ergebnisse der neusten Erhebung des Bundesamtes für Statistik BFS zu den Kosten und der Finanzierung des Schweizer Gesundheitswesens.

VelodiebstahlWährend die Anzahl gestohlener Fahrräder über die letzten fünf Jahre stabil blieb, nahm der durchschnittliche Schadenaufwand kontinuierlich zu. Grund dafür ist die Ausbreitung kostspieliger E-Bikes. In Basel, Solothurn und Luzern ist das Risiko für einen Velodiebstahl besonders gross. Weniger Sorgen machen muss man sich im Tessin, Appenzell Innerrhoden und Schwyz. Wichtig: Mit einigen Kniffen kann man das Risikos des Velodiebstahls stark senken.

PensionskasseinkaufDie freiwilligen Einkäufe in die Pensionskassen haben in den letzten Jahren stark zugenommen. 2020 betrugen sie laut der Pensionskassenstatistik insgesamt 6,8 Milliarden Franken und damit gut zwei Drittel mehr als im Jahr 2010. Der Rekordstand ist kein Wunder: Wer derzeit als eher risikoscheuer Mensch über ersparte, geerbte oder geschenkte liquide Mittel verfügt, hat es gar nicht einfach, sein Geld sicher und rentabel anzulegen. Die Frankenzinsen für erstklassige Obligationen sind tief, die Immobilienpreise hoch und die Aktien stark im Risikobereich. Deshalb nutzen viele Pensionskassenangehörige eine bewährte Anlagealternative: den freiwilligen Pensionskasseneinkauf. Hier sorgt der gesetzlich erlaubte Abzug des gesamten Einkaufsbetrags vom jeweils steuerbaren Jahreseinkommen über die damit verbundene Steuerersparnis automatisch für eine ansprechende Rendite. Auch ist das einbezahlte Kapital in der Pensionskasse gut geschützt. Kommt dazu: Für selbständigerwerbende Ärztinnen und Ärzte sowie andere Medizinalpersonen gibt es bei den Pensionskasseneinkäufen ein spezielles AHV-Renditezückerchen.

Lesbisches-PaarBei der «Eingetragenen Partnerschaft» von zwei Frauen oder zwei Männern gilt laut Artikel 13a des «Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG»: Stirbt eine Partnerin oder ein Partner eines gleichgeschlechtlichen Paares, so ist die überlebende Person im Sozialversicherungsrecht einem Witwer gleichgestellt. Ab dem 1. Juli 2022 ist die «Ehe für alle» möglich. Ab dann können sich gleichgeschlechtliche Paare nur noch für die Ehe, aber nicht mehr für die «Eingetragene Partnerschaft» entscheiden. Bestehende «Eingetragenen Partnerschaften» können mit wenig Aufwand in eine Ehe umgewandelt werden. Das hat hinsichtlich der AHV und der obligatorischen Unfallversicherung eine einschneidende Auswirkung: Lesbische Witwen profitieren von den grosszügigen Witwenrenten, während schwule Witwer im Vergleich mit den lesbischen Witwen sozialversicherungsrechtlich diskriminiert werden, gleich wie alle Witwer.

Wohneigentum80 Prozent der Menschen, die sich in der Schweiz Wohneigentum wünschen, können sich dies nicht leisten. Grund dafür sind zu hohe Preise und ein zu kleines Vermögen. Das ist ein Ergebnis der im März 2022 veröffentlichten Studie «Wohneigentum: Was macht den Traum der eigenen vier Wände aus?». Die Studie wurde von der «ZHAW School of Management and Law» in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Wohnungswesen BWO, dem Hauseigentümerverband Schweiz, der Fédération Romande Immobilière und Raiffeisen mittels persönlicher Interviews und Umfragen erarbeitet. Weitere herausragende Erkenntnis aus der Studie: Die meisten Menschen, die vom Wohneigentum träumen, wünschen sich ein langfristiges Zuhause, Gestaltungsfreiheit sowie Unabhängigkeit von Vermietern und nicht in erster Linie eine lukrative Geldanlage.

Bundesgericht-ImpfungBundesgerichtsurteil 5A_118/2022 vom 15. März 2022: Obwohl es in der Schweiz keinen Impfzwang gibt, muss eine eingefleischte Impfgegnerin ihren fünfjährigen Sohn im Dienste des Kindeswohls und aufgrund der Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit gegen Diphtherie, Tetanus, Masern, Mumps, Röteln und Pneumokokken impfen lassen. Damit bekommt der impfbefürwortende Vater der unverheirateten und getrenntlebenden Eltern auch vor der höchsten richterlichen Instanz recht.

AerztestatistikIn der Schweiz berufstätige Ärztinnen und Ärzte sind im Jahr 2021 im Durchschnitt älter geworden und die Abhängigkeit des Schweizer Gesundheitswesens von Ärztinnen und Ärzten, die ihr Arztdiplom nicht in der Schweiz erworben haben, nimmt weiter zu. Dies zeigt die FMH-Ärztestatistik 2021. Im Jahr 2021 waren in der Schweiz insgesamt 39’222 Ärztinnen und Ärzte berufstätig. 44,9 Prozent davon sind Frauen. Der Anteil mit einem ausländischen Arztdiplom liegt inzwischen bei 38,4 Prozent, gegenüber dem Vorjahr erneut ein Plus. Und 25 Prozent sind 60 Jahre alt oder älter. Lesen Sie Einzelheiten dazu.

VersicherungsaufsichDie am 18. März 2022 vom Parlament verabschiedete Teilrevision des Versicherungsaufsichtsgesetzes VAG stellt wichtige Weichen für den Versicherungsstandort Schweiz. Das revidierte Gesetz fördert die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Versicherungsbranche und stärkt gezielt den Schutz der Versicherungskundinnen und Versicherungskunden. Zudem gibt es höhere Anforderungen an die unabhängigen Versicherungsvermittler.

WohneigentumVorsorgefreundlicher Nationalrat in der am Freitag, 18. März 2022, zu Ende gegangenen Frühjahrssession: Der Rat hat mit 81 zu 71 Stimmen zuerst die vom Bundesrat zur Ablehnung empfohlene Motion «Den Erwerb von Wohneigentum mit Hilfe der zweiten Säule erleichtern» gutgeheissen und dann auch noch mit 96 zu 85 Stimmen der Parlamentarischen Initiative «Die persönliche Altersvorsorge stärken» Folge gegeben. Sollten diese Geschäfte auch im Ständerat überleben, würden in der Schweiz die Möglichkeiten, privat vorzusorgen, für viele Menschen erweitert. Lesen Sie, um was es geht.

NeurentnerDie Frauen müssen bei der Pensionskassenvorsorge nach wie vor stark aufholen: Laut der jüngsten Neurentenstatistik für das Jahr 2020 belief sich eine neue Pensionskassenrente im Median bei den Frauen auf 1167 Franken und bei den Männern auf 2081 Franken pro Monat. «Im Median» bedeutet, dass im Vergleich zur Medianneurente bei beiden Geschlechtern 50 Prozent der Personen eine höhere und 50 Prozent eine tiefere Rente bezogen haben. Ein gleich grosser Unterschied zwischen Frauen und Männern ergibt sich bei den Kapitalleistungen der Pensionskassen und Freizügigkeitseinrichtungen. Lesen Sie die Daten und die offizielle Begründung dafür.